Aletfischen 02. Juli 2016
Nach fünf Stunden Fischen im Regen gibt es eigentlich nichts Schöneres, als im Schutz des Zeltdachs herzhaft in eine heisse Bratwurst vom Grill zu beissen. Woran lag es also, dass weder die neun Jungfischer, noch die erfahrenen 364er das vorhandene Bratwurst-Angebot in Kauf nehmen wollten? Ganz einfach, es gab etwas noch Besseres! Doch der Reihe nach…
Als sich die 18 Teilnehmer des ersten offiziellen Aletfischen des FVZ1883 im Club-eigenen Limmatrevier 364 um sieben Uhr trafen, war es noch trocken. Kaum waren jedoch die ersten Kunstköder ausgeworfen und die ersten Würmer und Kirschen im Wasser, begann es leicht zu regnen. Zudem zeigte sich bereits in den ersten Minuten, dass die Alet trotz leicht angetrübtem Wasser auch an diesem Tag nicht einfach zu überlisten sein werden. Zwar gab es immer wieder Zupfer, hängenbleiben wollten die Fische aber nicht. Weder geduldiges Warten, noch möglichst schnelles Anschlagen brachte Erfolg. Verschiedene Köder schienen die Alet zu interessieren, die deutlichsten Bisse gingen jedoch immer auf das Konto von Kirschen. Das berühmte “Chriesi” gilt nicht umsonst als unschlagbarer Aletköder. Nach über einer Stunde war dann endlich die erste Rute richtig krumm. Als dann der schöne Alet auch noch sicher gelandet werden konnte, hörte man den ersten Jubelschrei und es sollte nicht der Letzte bleiben. Vom ersten Fang noch zusätzlich motiviert, vergassen die ehrgeizigen Fischer den inzwischen noch stärker gewordenen Regen endgültig und fischten, als gäbe es kein morgen. Mehr als ein Jungfischer fing an diesem Tag seinen ersten Alet. Hinzu kam, dass die Fische von beeindruckender Grösse waren. Die Angst der Organisatoren, dass bis zum Mittagessen vielleicht nicht genügend Alet gefangen werden könnten, erwies sich spätestens gegen elf Uhr als unbegründet.
Kurz vor zwölf Uhr begann dann das grosse Filetieren am Grillplatz bei der Reppisch-Einmündung. Im Minutentakt kamen die erfolgreichen Fischer zurück und lieferten ihre Alet am Festbank unter dem inzwischen aufgebauten Zelt ab. 15 Fische, teils über 50cm lang, wurden filetiert und vor Ort durch den Fleischwolf gedreht. In einer grossen Schüssel wurde die Fischmasse mit etwas Brot, Ei, Zwiebeln, Knoblauch, frischen Kräutern und Gewürzen vermischt und zu Burgern geformt. Über dem mitgebrachten Gasgrill wurden die Fischburger dann in einer alten Bratpfanne frittiert und an die hungrigen Fischer verteilt. Zusammen mit frischem Brot und einem Schluck Bier oder Rivella ergaben die Fischburger eine unglaublich simple aber auch äusserst ansprechende Mahlzeit. Nach der dritten Runde liessen die meisten das Brot weg, um trotz vollem Bauch noch etwas weiteressen zu können. So drehte sich der Fleischwolf unablässig weiter, bis auch das letzte Fischfilet verarbeitet war. Von den Gräten der Alet war in den Burgern absolut nichts zu spüren, da leistete der Fleischwolf ganze Arbeit. Die eingekauften Bratwürste kamen erstaunlicherweise nicht zum Einsatz, obwohl das Angebot immer wieder gemacht worden war. Mehr als ein Fischer staunte ab dem kulinarischen Resultat seines Fangs und kündigte an, seinen nächsten Fang auf dieselbe Art zu verwerten. Aus diesem Grund fügen wir hier gerne noch das Rezept an, bedanken uns bei den Teilnehmern und wünschen weiterhin Petri Heil und en Guete!
Denis, Michael, Tobias und Patrick
Fischburger für 3-4 Personen
Dieses Rezept eignet sich vorzüglich, um Fische mit vielen Gräten kulinarisch zu veredeln (z.B. Alet, Barbe, Rotauge).
Zutaten:
Zubereitung:
Vor Ort war auch das E-Magazin “Der Alpenfischer”, so dass wir nun mit Freude auf einen tollen Artikel mit Bildern verweisen dürfen: https://www.alpenfischer.com/kirschenzeit-aletzeit-burgerzeit/.
Viel Spass beim Lesen!